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WeinGuide 2011 kürt Winzer des Jahres

»Winzer des Jahres« ist Johannes Leitz - Rheingau | 2009: In fast jeder Flasche ein guter Wein | »Aufsteiger« aus der Pfalz | »Entdeckung« aus Franken | »Kollektion des Jahres« aus Württemberg
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[17.11.2010] 

Rheinland-Pfalz Bank, Mainz, 17. November 2010

Ob 2009 tatsächlich ein Jahrhundertjahrgang ist, wie vielfach schon während der Ernte vorhergesagt wurde, das wird wohl erst die Zeit zeigen. Für den Chefredakteur des Gault Millau WeinGuide, Joel Payne, steht eines allerdings jetzt schon fest: »Man kann aus 2009 fast jeden Wein blind kaufen. Fast alle Winzer haben ansprechende Weine erzeugt und in der Spitze ist die Qualitätsdichte sehr hoch«. Dies ist das Fazit ausgedehnter Verkostungen für den neuen Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011, wobei der Inhalt von mehr als 12.000 Flaschen von einem Team erfahrener und gewohnt strenger Verkoster unter die Lupe genommen wurde.

Am Ende der professionellen Verkostungsreihe steht das eindeutige Expertenurteil über 2009: »Kaufen, kaufen, kaufen!« Nicht nur, weil in fast allen Flaschen guter Wein steckt, sondern auch, weil der Nachfolgejahrgang wohl deutlich schwächer ausfallen wird: in der Qualität, aber vor allem in der Menge. Spitzenwinzer, so haben die Gault Millau-Autoren erfahren, haben ein Drittel weniger geerntet, manche auch nur die Hälfte der Vorjahresmenge. Und auch die war bereits im Ertrag eher mager ausgefallen. »Für das kommende Jahr ist deshalb auch ein deutlicher Preisanstieg bei Spitzenweinen nicht auszuschließen«, schätzt Chefredakteur Joel Payne.

Im neuen WeinGuide werden Dutzende von neuen Betrieben vorgestellt. Die Talentdichte ist etwa an der Mosel oder in Rheinhessen enorm hoch, hat die Redaktion des Gault Millau festgestellt. Dem trägt der WeinGuide Rechnung, indem mehr Platz geschaffen wurde für diese Neulinge. Immerhin ist der neue Weinführer fast doppelt so dick wie die Ausgabe vor zehn Jahren. Damit der Weinfreund einfacher und schneller die besten und günstigsten Weine entdecken kann, helfen weitere Übersichten im Gault Millau WeinGuide Deutschland 2011. Zudem ist Deutschlands Weinführer Nummer eins durchgängig farbig gestaltet.

Auf exakt 912 Seiten sind in der 18. Ausgabe des Gault Millau WeinGuide nunmehr 668 Betriebe mit mindestens einer Traube verzeichnet, weitere 316 sind als empfehlenswert eingestuft. Und unter den rund 7.500 erwähnten Weinen ist manche Entdeckung zu machen. Die Redaktion hat zahlreiche Spitzenweine herausgefiltert, die für wenig Geld viel Trinkvergnügen bereiten.

Ein wesentliches Merkmal der deutschen Weinlandschaft ist ihre Vielfalt. Hier findet der Konsument eigentlich Weine für jeden Geschmack – er muss nur wissen wo. Dabei hilft der Gault Millau WeinGuide, der auch die neuen Trends der Weinszene widerspiegelt. Die Modeweine vom Sauvignon blanc bis zum Blanc de Noirs sind in diesem Führer mit ihren besten Exemplaren gelistet. Ausgefallene Rotwein-Cuvées haben ebenso ihren Platz wie die Klassiker, deren Pflege sich die Redaktion besonders verbunden führt. Dabei stehen der Spätburgunder und der Riesling im Vordergrund. Der Riesling allein bietet eine ungeheure Vielfalt. Im Gault Millau WeinGuide wird sein außerordentlich facettenreiches Spektrum aufgeblättert. Kein Weingut und kein Wein von Bedeutung fehlt in diesem Buch. Und dies unterscheidet den Gault Millau von allen anderen Publikationen und Wettbewerben. Erstmals werden in einer eigenen Liste leichter trockener Rieslinge auch Exemplare mit 11,5 und 11 Prozent Alkohol aufgeführt, einem vielfachen Genießerwunsch folgend.

Dass die Bewertungen des Gault Millau WeinGuide auch über längere Zeit Bestand haben, zeigt seit Jahren die Verkostung »Zehn Jahre danach – Bernhard Breuer Trophy«, in der vor einer Dekade getestete Weine nochmals auf den Prüfstand kommen. »Von den trockenen 2000er Rieslingen schnitt der Rüdesheimer Berg Rottland am besten ab. Erneut stellte das Weingut Georg Breuer damit seine Ausnahmestellung unter Beweis«, berichtet Autor Joel Payne. Er freut sich besonders, dass ein Wein von Bernhard Breuer gewonnen hat, der dem Wettbewerb seinen Namen gab. Erstmals wurden auch trockene Spätburgunder nach zehn Jahren nachverkostet. Wenn sich auch der Jahrgang 2000 im Rückblick als sehr schwierig erwies, konnten die Weine von Bernhard Huber aus Baden sich als fein gereift präsentieren und dominierten die Probe.

Top-Weine aus dem Rheingau und von der Mosel waren die eindeutigen Gewinner einer Nachverkostung fruchtsüßer Riesling Spätlesen aus den Jahrgängen 2000 und 1990. »Die besten Exemplare haben noch einige Jahre vor sich, in denen sie mit Genuss getrunken werden können“, lautet das Fazit von Chefredakteur Joel Payne. Auf der anderen Seite machte sich ein wenig Enttäuschung breit darüber, dass Tropfen aus anderen Regionen schon deutlich abgebaut hatten. Einzig die Spätlese vom Weingut Keller (Rheinhessen) aus dem Dalsheimer Hubacker stellte eine rühmliche Ausnahme dar und gewann den Wettbewerb der 2000er Spätlesen, gleichauf mit dem Hattenheimer Pfaffenberg des Grafen von Schönborn (Rheingau). Bei den 20 Jahre alten Exemplaren hatte die Wehlener Sonnenuhr von Joh. Jos. Prüm (Mosel) eindeutig die Nase vorn.

Die geehrten des Jahres

Zum »Winzer des Jahres« proklamiert die Gault Millau-Redaktion Johannes Leitz vom Weingut Josef Leitz in Rüdesheim im Rheingau. »Anfangs war sein Name selbst in Rüdesheim kaum bekannt. Inzwischen gelten die Weine dieses Gutes als Inbegriff großartiger Rheingau-Rieslinge –  nicht nur in der Heimat, sondern weltweit«, lobt Joel Payne Johannes Leitz, der längst in der Gebietsspitze angekommen ist. Der »Aufsteiger des Jahres« kommt aus der Pfalz. »Seit er mit gerade einmal 20 Jahren das Familienweingut 1992 übernahm, hat er sich mit großer Energie in die pfälzische Spitze empor gearbeitet. Sein feinmineralischer Riesling und samtiger Spätburgunder begeistern«, erklärte Joel Payne während der Präsentation. Die »Entdeckung des Jahres« hat die Redaktion in Franken gemacht. Es ist Arno Augustin, der auf Anhieb die Redaktion überzeugt hat: »Bescheiden lässt er lieber seine Weine sprechen – und diese haben einiges zu sagen. Hier meldet sich ein Senkrechtstarter zu Wort«, wie Joel Payne bei der Präsentation des WeinGuide in der Rheinland-Pfalz Bank in Mainz am Mittwoch betonte.

Der Ehrentitel »Kollektion des Jahres« geht diesmal nach Württemberg: an das Weingut Gerhard Aldinger in Fellbach. »Seit Jahren steht er an der Spitze im Ländle. Nun krönt Gert Aldinger mit Unterstützung der Söhne Hansjörg und Matthias sein Lebenswerk mit den besten Weinen seiner Karriere – darunter ein Lemberger, der in neue Dimensionen strebt«, hebt die Redaktion hervor. Zum »Sommelier des Jahres« wurde Gunnar Tietz vom Restaurant First Floor im Berliner Hotel Palace gekürt. Er  vertritt alle relevanten Regionen, pflegt originelle Nischen. Sein Herz schlägt für die Südpfalz und deutsche Rote. Das hat die Chefredaktion beeindruckt. Der Titel »Weinkarte des Jahres« geht an das Restaurant Schloss Monaise in Trier, wo Hubert Scheid, einst der jüngste Sternekoch Deutschlands, über Jahrzehnte einen Schatz gereifter Moselweine zusammengetragen hat, der seinesgleichen sucht. 

Im neuen Gault Millau WeinGuide wird es dem Genießer einfach gemacht, seinen Lieblingswein im Handumdrehen zu finden. Auf großes Interesse preisbewusster Weinfreunde stößt die Zusammenstellung der Betriebe mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben einer Liste der günstigsten Weißweingüter werden auch Produzenten roter Schnäppchen verzeichnet. Zudem haben die Autoren die süffigsten Schoppenweine in der Literflasche aufgeführt – alles Wegweiser zu guter Qualität, die nicht die Welt kostet. Außerdem erleichtert ein Verzeichnis von Fachhändlern den Weg zum deutschen Spitzenwein. Erneut hat die Genießer-Vereinigung SlowFood Deutschland regionaltypische Weine ausgewählt, die besonders hervorgehoben werden.

Die Siegerweine des Jahres

In neun Kategorien, wovon drei trockenen Weinen vorbehalten sind, listet der Gault Millau WeinGuide die besten Weißweine des Jahrgangs 2009 und die vorzüglichsten 2008er Rotweine Deutschlands auf. Die Gruppenbesten werden als »Siegerweine des Jahres« ausgezeichnet. Sie stammen dreimal aus dem Rhein-gau (bester feinherber Riesling, beste Riesling Spätlese und bester edelsüßer Riesling), zweimal aus Baden (bester Spätburgunder und bester Weißer Bur-gunder), zweimal aus Rheinhessen (bester Winzersekt Brut und bester trockener Riesling), und zweimal von der Mosel (bester Riesling Kabinett und beste Riesling Auslese).

Der Gault Millau WeinGuide steht in der kritischen Tradition des Gault Millau Reiseführers Deutschland, der fast 30 Jahren die Köche das Fürchten lehrt und den Gourmets eine Fülle von neuen Entdeckungen beschert hat. Bei der Bewertung der Weingüter steht die Weinqualität an erster Stelle.

Der WeinGuide dient außerdem als touristisches Nachschlagewerk. Er zeigt dem Reisenden die Routen zu den Gütern, indem er die Anfahrtswege beschreibt, Anschriften und Öffnungszeiten vermerkt, Hinweise auf Verkostungsmöglichkeiten, Vinotheken, Gutsausschank und Verkauf enthält.

Die komplette Pressemitteilung inklusive dem Überblick über alle 13 deutschen Anbaugebiete finden Sie untenstehend zum Download
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Cover WeinGuide 2011

Pressemitteilung Gault Millau Wein Guide 2011

Geehrte Gault Millau Wein Guide 2011

Siegerweine Gault Millau Wein Guide 2011